Hundefahrradanhänger Bauanleitung

Fahrradanhänger für Hunde selber bauen – geht das?

Hundeanhänger für das Fahrrad sind recht preisintensiv. Aus diesem Grund überlegen viele Menschen diesen Anhänger einfach selbst zu bauen. Aber einfach ist nicht einfach. Ganz im Gegenteil. Der Bau ist sehr aufwendig und muss gut durchdacht und geplant sein. Es werden gegebenenfalls Materialien und Werkzeuge benötigt, die man nicht im heimischen Handwerkerkoffer hat. So bestehen die Rahmen beispielsweise meistens aus Stahlrohren, die aufwendig gebogen werden müssen. Hierbei besteht immer ein gewisses Risiko, weshalb wir den Bau auch nicht alleine empfehlen. Auch Sicherheitselemente, wie Leuchten und Reflektoren müssen in die Konstruktion mit eingebracht werden. Räder, diverse Maschinen, Gleitmittel, Gleitschuhe und verschiedene Materialien und Werkzeuge müssen extra gekauft werden – und auch das ist nicht gerade günstig. Zwar kann man bestimmte Werkzeuge, wie beispielsweise Biegemaschinen, oft auch ausleihen, aber dennoch können die Materialkosten durchaus so hoch werden, wie die Kosten für einen fertig gekauften Hundeanhänger. Schwierig ist auch immer, die eigene Konstruktion straßentauglich zu machen. Denn man fährt ja damit nicht im heimischen Garten, sondern will auch am Straßenverkehr teilnehmen.

 

Zusammenfassung – was spricht gegen den Eigenbau?

  • Aufwendiger Bau
  • Verletzungsgefahr
  • Man benötigt besondere Werkzeuge und Maschinen
  • Kosten für Werkzeuge und Materialien können ebenso hoch oder höher sein wie die eines gekauften Fahrradanhängers
  • Nicht unbedingt ausreichend sicher für den Hund und den Straßenverkehr

 

Bauanleitung – Beispiel

Für diejenigen, die sich davon nicht abschrecken lassen, haben wir eine denkbare Bauanleitung zusammengestellt. Es gibt natürlich mehrere Möglichkeiten, einen Fahrradanhänger für Hunde selbst zu bauen. Eine einfache Variante, die aber noch perfektioniert werden müsste, um auch Hunde damit zu transportieren, möchten wir hier vorstellen.

 

Material

  • Radlose Apparatrolle
  • Flügelschrauben
  • Flügelmuttern
  • Multiplexgrundplatte aus Holz, ca. 50 x 50cm
  • Bootslack o.ä.
  • Alu-Vierkantrohr, ca. 2 x 1m
  • Metallsäge
  • Bohrer
  • Distanzröhrchen aus 18mm Rundrohr
  • Blechschrauben
  • Vordergabel eines Kinderfahrrads
  • Wasserrohre
  • Schraubverbindungen
  • Zweikomponentenepoxidharzkleber (2-K-Klebstoff)

 

Und so geht´s

Als erstes geht es an die Konstruktion der Kupplung. Die radlose Apparatrolle muss hierfür kopfüber auf dem Gepäckträger befestigt werden. Für die Befestigung sorgen die Flügelschrauben, die auch die Deichseldrehbar fixieren sollen. Die Flügelmutter ist dazu da, das An- und Abkuppeln zu erleichtern und zu unterstützen. Achtet darauf, dass sich das Drehgelenk am Ende möglichst weit hinten befindet. Die Deichsel sollte eher kurz gehalten werden, damit sich der Anhänger später während der Fahrt auch mit in die Kurven legen kann.

Im zweiten Schritt wird die Grundplatte montiert. Hier werden die Rahmen der Grundplatte aus zwei 1 Meter langen Aluvierkantrohren hergestellt. Die Alurohre müssen nun so geteilt werden, dass sich Quer- und Längsstreben ergeben, die dann zum Rahmen verschraubt werden. Am besten man schraubt ein Distanzröhrchen aus Alu-Rundrohren mit ein, damit die Verbindung noch stabiler wird. Die Bohrstellen müssen nun angekörnt und die Flachkopfschrauben mit dem Vierkantschaft fest eingezogen werden. Die Distanzröhrchen sorgen dafür, dass das weiche Aluminium nicht zu sehr einbiegt. An den Punkten, an denen die Radgabel und die Deichsel befestigt werden, muss die Vierkantaufnahme formgerecht ausgefeilt werden. An dieser Stelle ist das Anbringen der Distanzröhrchen nicht möglich. Die Grundplatte kann jetzt mit Bootslack behandelt werden. Wenn alles gut getrocknet ist, kann man die Längsstreben mit den Blechschrauben darauf anbringen. Im nächsten Schritt müssen Deichsel und Radgabel mit dem Rahmen und der Grundplatte verschraubt werden. Damit liegt der gesamten Konstruktion ein besserer Halt zugrunde.

Als nächstes werden alle Gewinde mit dem 2-K-Kleber versehen und erst im Anschluss daran miteinander verschraubt. So ist der Anhänger gegen Verdrehen am besten abgesichert. Für das Anhängerrad und die Radgabel mit Schutzblech kann man ein Kinderfahrrad nehmen. Hierfür genügt ein 18-Zoll-Rad. Die Teile können dann ganz einfach selbst mit der Anhängerkonstruktion verbaut werden. Für mehr Sicherheit sollten Speichen-Reflektoren und am besten weiße Front- und rote Schlussreflektoren angebracht werden.

Hundefahrradanhänger selber bauen + Bauanleitung
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